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MS-World
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Verlaufsformen


Die schübförmig-remittierende MS (RRMS):

Dies ist mit 80 % die am häufigsten auftretende Verlaufsform der multiplen Sklerose.
Das Auftreten eines neuen Krankheitsschubes ist unvorhersehbar und kann jederzeit auftreten. Bei einem Schub kann es zu (neuen) Verschlimmerungen der Krankheit kommen (es treten neue Symptome in Erscheinung) oder aber eine Wieder-Entzündung bereits (alter) Krankheitssymptome können auftreten. Diese dauern zwischen einigen Tagen bis mehreren Wochen an, bis sie sich wieder zurückbilden (remittieren). Diese Remission kann teilweise oder ganz erfolgen, d.h. die aufgetretenen Krankheitssymptome bilden sich mehr oder weniger vollständig zurück. Es kann aber auch sein, dass das Auftreten neuer Schübe jahrelang ausbleibt. Eine genauere Prognose ist nicht möglich.




Die sekundär progrediente MS (SPMS):

Bei ca. 40 % der Menschen mit einer schubförmig-remittierenden MS kann es zu einem Wechsel in die sekundär progrediente Verlaufsform kommen, d.h. es kommt zu keinen Remissionen der Schübe mehr, sondern zu einem kontinuierlichen Fortschreiten der Krankheit mit zunehmender Behinderung. Während des langsam chronischen Fortschreitens können weitere Krankheitsschübe mit neuen Symptomen auftreten.
Diese Verlaufsform gilt bereits als ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium.




Die primär progrediente MS (PPMS):

Diese Verlaufsform ist selten. Sie betrifft ca. 10 -15 % der MS-Betroffenen. Kennzeichen dieser chronisch schleichend fortschreitenden Form ist das Ausbleiben einzelner Krankheitsschübe. Die Symptome nehmen ständig zu. Dadurch häufen sich die Ausfälle und die Behinderungen nehmen zu. Diese Krankheitsaktivität kann stehenbleiben oder über Monate bis Jahre andauern. Eine ständige Symptomverschlimmerung ohne wirklich erkennbaren Schubphasen oder Remissionsphasen.




Gutartige (benigne) MS:

20 % aller MS-Betroffenen entwickeln in der Anfangszeit nur ein bis zwei Schübe mit vollständiger Remission. Meistens handelt es sich dabei um nur leichte sensorische Symptome. Es kommt zu keiner weiteren Verschlechterung der Krankheitssymptomatik und es tritt damit auch keine bleibende Behinderung ein. Die Krankheitsaktivität ist sehr gering und es können Jahre bis Jahrzehnte vergehen, bis ein weiterer Schub auftritt.