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MS-Basistherapien

Avonex
Avonex (Interferon beta-1a) wird von dem Pharmakonzern Biogen hergestellt.
Interferon beta-1a wird zur Behandlung der schubförmigen multiplen Sklerose eingesetzt, sowie auch dann, wenn der schubförmige in einen stetig fortschreitenden Verlauf übergeht.

Interferone sind natürliche Botenstoffe des Körpers: mit ihrer Hilfe verständigen sich unterschiedliche Zellen des Immunsystems, um Angreifer wie Viren, Bakterien oder auch Krebszellen entgegen zu wirken..
Interferone hemmen z.B. das Zellwachstum bei Tumor-Erkrankungen, bekämpfen Virus-Infektionen und greifen regulierend in Autoimmunvorgängen ein, bei denen sich Abwehrzellen des Immunsystems gegen den eigenen Körper richten.

Interferon beta-1a (Avonex) wird gentechnisch im Labor hergestellt, es unterscheidet sich geringfügig vom körpereigenen Interferon.

Avonex wird einmal wöchentlich in den Muskel gespritzt.
Die Behandlung mit Avonex gilt als Dauertherapie.

Es verzögert den Verlauf der multiplen Sklerose. Die Anzahl der Schübe nimmt um etwa ein Drittel ab, und die Schwere der Schübe wird verringert. Das Fortschreiten der Krankheit wird deutlich verlangsamt. Die Erfolge sind umso größer, je früher die Behandlung beginnt. Es dauert einige Zeit, bis die volle Wirkung sich entfalten kann.
Avonex ist in zwei verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:

Als Fertigspritze oder als zu mischende Trockensubstanz mit Lösungsmittel.

Während der Therapie mit Avonex müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden und es sollten regelmäßige Blutbildkontrollen gemacht werden.

Avonex Infos




Rebif
Rebif (ebenfalls Interferon beta-1a) wird von dem Pharmakonzern Serono hergestellt.
Interferon beta-1a wird zur Behandlung der schubförmigen multiplen Sklerose eingesetzt, sowie auch dann, wenn der schubförmige in einen stetig fortschreitenden Verlauf übergeht.

Interferone sind natürliche Botenstoffe des Körpers: mit ihrer Hilfe verständigen sich unterschiedliche Zellen des Immunsystems, um Angreifer wie Viren, Bakterien oder auch Krebszellen entgegen zu wirken..
Interferone hemmen z.B. das Zellwachstum bei Tumor-Erkrankungen, bekämpfen Virus-Infektionen und greifen regulierend in Autoimmunvorgängen ein, bei denen sich Abwehrzellen des Immunsystems gegen den eigenen Körper richten.

Interferon beta-1a (Rebif) wird gentechnisch im Labor hergestellt, es unterscheidet sich geringfügig vom körpereigenen Interferon.

Rebif wird dreimal in der Woche gespritzt. Es gibt zwei unterschiedlich hohe Dosierungsstufen: 22µg und 44µg. Daher auch einmal der Name Rebif 22 oder Rebif 44.
Die Behandlung mit Rebif gilt als Dauertherapie.
Es verzögert den Verlauf der multiplen Sklerose. Die Anzahl der Schübe nimmt um etwa ein Drittel ab, und die Schwere der Schübe wird verringert. Das Fortschreiten der Krankheit wird deutlich verlangsamt. Die Erfolge sind umso größer, je früher die Behandlung beginnt. Es dauert einige Zeit, bis die volle Wirkung sich entfalten kann.
Rebif ist in folgender Darreichungsform erhältlich:
Als Fertigspritze.


Während der Therapie mit Rebif müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden und es sollten regelmäßige Blutbildkontrollen gemacht werden.

Rebif Infos




Betaferon
Betaferon (Interferon beta-1b) wird von dem Pharmakonzern Bayer-Schering hergestellt.
Interferon beta-1b wird zur Behandlung der schubförmigen multiplen Sklerose eingesetzt, sowie auch dann, wenn der schubförmige in einen stetig fortschreitenden Verlauf übergeht.

Interferone sind natürliche Botenstoffe des Körpers: mit ihrer Hilfe verständigen sich unterschiedliche Zellen des Immunsystems, um Angreifer wie Viren, Bakterien oder auch Krebszellen entgegen zu wirken..
Interferone hemmen z.B. das Zellwachstum bei Tumor-Erkrankungen, bekämpfen Virus-Infektionen und greifen regulierend in Autoimmunvorgängen ein, bei denen sich Abwehrzellen des Immunsystems gegen den eigenen Körper richten.

Interferon beta-1b (Betaferon) wird gentechnisch im Labor hergestellt, es unterscheidet sich geringfügig vom körpereigenen Interferon.

Betaferon wird jeden zweiten Tag unter die Haut gespritzt.
Die Behandlung mit Betaferon gilt als Dauertherapie.
Es verzögert den Verlauf der multiplen Sklerose. Die Anzahl der Schübe nimmt um etwa ein Drittel ab, und die Schwere der Schübe wird verringert. Das Fortschreiten der Krankheit wird deutlich verlangsamt. Die Erfolge sind umso größer, je früher die Behandlung beginnt. Es dauert einige Zeit, bis die volle Wirkung sich entfalten kann.
Betaferon ist in folgender Darreichungsform erhältlich:
Als zu mischende Trockensubstanz mit Lösungsmittel.


Während der Therapie mit Rebif müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden und es sollten regelmäßige Blutbildkontrollen gemacht werden.

Betaferon Info Flyer





Copaxone

Copaxone (Glatirameracetat) wird von dem Pharmakonzern Teva / Sanofi-Aventis hergestellt.
Glatirameracetat wird zur Behandlung der schubförmig verlaufenden multiplen Sklerose eingesetzt.

Glatiramer ist ein chemisch gewonnener Stoff, der aus natürlichen Aminosäuren besteht.
Er beeinflusst das Immunsystem - dabei geht er gezielt gegen die T-Zellen vor.

Glatiramer sieht genauso aus wie einzelne Bausteine der Isolierschicht der myelinisierten Nervenfasern: Die T-Zellen stürzen sich auf den Angreifer und werden von den Nervenzellen abgelenkt. Im Zuge dieses Abwehrkampfes entstehen neue Immunzellen, die die Entzündung unterdrücken und die Abwehrreaktion beenden. Diese Zellen wandern auch in Gehirn und Rückenmark und schützen dort die Myelinschicht.

Copaxone wird einmal täglich unter die Haut gespritzt.

Die Behandlung mit Copaxone gilt als Dauertherapie.

Es verzögert den Verlauf der Krankheit. Die Anzahl der Schübe nimmt ab und die Zeiträume zwischen den Schüben werden länger. Die Erfolge sind umso größer, je früher die Behandlung beginnt. Es dauert einige Zeit, bis die volle Wirkung sich entfalten kann.
Copaxone ist in folgender Darreichungsform erhältlich:
Als Fertigspritze.


Während der Therapie sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden.

Copaxone Infos




Therapien für die chronischen Verlaufsformen

Tysabri

Natalizumab (Handelsname ehemals Antegren, jetzt Tysabri) ist ein monoklonaler Antikörper, der Adhäsionsmoleküle der Blut-Hirn-Schranke und von T-Lymphozyten blockiert.
Damit verhindert er das Einwandern der Lymphozyten in einen Entzündungsherd.

Tysabri Infos






Mitoxantron

Mitoxantron oder Ralenova ist eine Therapieoption bei multipler Sklerose.

Mitoxantron ist ein Zytostatikum, ein Anthracenderivat, aus der Onkologie (Krebskrankheiten).
Das Präparat ist in Deutschland seit Januar 2003, unter dem Namen Ralenova von Wyeth Pharma, zugelassen. Es ist in den Darreichungsformen 10mg, 20mg und 25mg erhältlich.


Wirkmechanismus: Es wird angenommen, dass Mitoxantron die Antikörper-Bildung gegen Myelin-Zellen verringert.

Indikation (Voraussetzungen für die Therapie mit Mitoxantron): Mitoxantron oder Ralenova ist indiziert für die Behandlung von nicht-rollstuhlpflichtigen Patienten mit sekundär-progredienter oder progressiv-schubförmiger Multipler Sklerose mit einem EDSS (Expanded Disability Status Skala) von 3 bis einschließlich 6 oder Unverträglichkeit einer Vortherapie mit Immunmodulatoren (Interferon-beta oder Glatirameracetat), die sich in einem aktiven Krankheitsstadium befinden.

Das Blutbild sollte unter der Therapie regelmässig kontrolliert werden.




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