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Hier erfahrt Ihr alles über die Krankheit und erhaltet aktuelle Informationen. Natürlich ist es unser Anspruch, stets up-to-date mit den Neuigkeiten zu sein. Wenn Ihr Informationen, Anregungen oder Wünsche habt, schreibt sie mir bitte an Ralf@ms-world.de Dieses Portal entstand ausschließlich aus privatem Antrieb, und hat keinerlei kommerziellen Hintergrund! Was ist Multiple Sklerose? (Encephalomyelitis disseminata) Ist eine entzündliche Erkrankung der Bahnen von Gehirn und Rückenmark. Sie ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenen, die zu einer Behinderung führen kann. In Österreich sind ca. 8000 Menschen davon betroffen (1 von 1000). Das Gehirn ist wie eine Schaltzentrale, in der Signale zum Körper gesendet werden, die ihm sagen, was er tun soll. Das Rückenmark ist vergleichbar mit vielen Kabeln, die die Signale vom Kopf zum Körper (zu den Muskeln beispielsweise) und umgekehrt leiten. Wie die Kabeln einer elektrischen Leitung isoliert sind, sind auch die Nerven des Rückenmarks und Gehirns isoliert. Diese Isolierschicht des Gehirns und des Rückenmarks nennt der Mediziner "Myelin". Myelin besteht aus Fett. Ohne diese Myelinschicht können Nervensignale nicht richtig fließen. Bei der MS werden diese Myelinschichten zerstört. Dies kann an ganz unterschiedlichen Orten im Gehirn oder Rückenmarks geschehen. Daher kommt der Name Multiple Sklerose (multipel = vielfach). Die zerstörte Isolierschicht der Nervenfasern kann nicht wieder richtig repariert werden, sondern nur "fehlerhaft", indem eine Narbe entsteht (ähnlich wie dies bei einer Hautverletzung der Fall ist). Die Narbe besteht aus festem hartem Bindegewebe. Daher kommt der Name Sklerose (skleros = hart). Bindegewebe ist im Gegensatz zum Myelin nicht in der Lage, Nervensignale fortzuleiten. Da an ganz unterschiedlichen Orten in Gehirn und Rückenmark diese Störungen entstehen können, ist es auch verständlich, dass ganz unterschiedliche Beschwerden (Symptome) auftreten können. Aus neueren Untersuchungen weiß man jedoch inzwischen, dass nicht nur die Markscheiden (Myelin) bei der MS zerstört werden, sondern auch die Nervenzellfortsätze selber (Axone/Nervenfaser) von der Schädigung betroffen sind. Was sind die häufigsten Beschwerden zu Beginn einer MS? Der Beginn einer MS ist von Patient zu Patient sehr verschieden. Zu den häufigen Erstsymptomen einer MS gehören: Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen, Gang- und Gleichgewichtsstörungen, Sehminderung eines Auges, Doppelbilder, Kraftlosigkeit. Es ist zu beachten, dass jedes der genannten Symptome auch durch andere Krankheiten verursacht sein kann und deshalb eine gründliche neurologische Fachuntersuchung notwendig ist, bevor man sich ernsthafte Sorgen macht. Ist Multiple Sklerose ansteckend? Nein, eine Multiple Sklerose ist nicht ansteckend. Es besteht keinerlei Grund zur Besorgnis im Umgang mit MS-Erkrankten. Eltern brauchen sich demnach keine Sorgen zu machen, wenn sich ihre Kinder in einer Familie aufhalten, in der jemand MS hat. Ist Multiple Sklerose erblich? Die MS ist keine Erbkrankheit im eigentlichen Sinn. Dennoch scheinen gewisse "Empfänglichkeits-Anlagen" übertragen zu werden, die in Kombination mit weiteren Bedinungen MS familiär gehäuft auftreten lassen. Somit haben Kinder und Nicht-Zwillingsgeschwister von MS-Betroffenen rechnerisch ein etwas höheres Risiko (bis zu 20fach) als die Normalbevölkerung. Dieses ist aber immer noch gering (2 bis 4 %), so dass eine MS kein Grund ist, auf Nachwuchs zu verzichten. Kinder und Geschwister von MS-Betroffenen werden mit 96- bis 98-prozentiger Wahrscheinlichkeit NICHT an MS erkranken. Ist Multiple Sklerose heilbar? Nein, leider gibt es bisher keine Therapie, die MS heilen kann. Es gibt jedoch Medikamente, die das Abwehrsystem modulieren und die Krankheit abmildern bzw. das Fortschreiten der MS verlangsamen können Muss jeder MS-Betroffene befürchten, irgendwann im Rollstuhl zu sitzen? Nein, damit ist tatsächlich nur bei einem kleineren Teil der Betroffenen zu rechnen. Nahezu die Hälfte der MS-Erkrankten kann auf lange Sicht mit einem günstigen Verlauf ohne schwerwiegende Beeinträchtigungen rechnen und nur ein Teil der anderen Hälfte benötigt im Verlauf der Krankheit einen Rollstuhl. Für Betroffene mit ausgeprägten Gehbehinderungen kann ein Rollstuhl auch ein Mittel zu grösserer Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit sein. Wie verläuft eine Multiple Sklerose ? Die MS verläuft bei jedem Menschen anders. Die häufigste Verlaufsform bei etwas mehr als jedem zweiten MS-Betroffenen ist anfangs (primär) schubförmig und später (sekundär) chronisch voranschreitend (progredient). Schübe sind aktive Entzündungsphasen des zentralen Nervensystems, welche die Erregungsleitung der betroffenen Nervenfasern stören. Nach dem Abklingen der Entzündungen bilden sich die Symptome vollständig oder teilweise wieder zurück. Kann eine Frau mit Multipler Sklerose schwanger werden? Ja, die Diagnose einer MS ist kein Grund, auf Kinder zu verzichten. Medizinisch gesehen spricht nichts gegen eine Schwangerschaft und Geburt bei MS. In jedem Fall sollte diese aber sorgfältig geplant sein und einer stabilen Partnerschaft entspringen. Dabei muss immer daran gedacht werden, dass die Möglichkeit eines ungünstigen MS-Verlaufs besteht, der eventuell die Betreuung der Kinder erschwert oder verunmöglicht. Kann man mit Multipler Sklerose geimpft werden? Bei MS können Impfungen bis auf wenige Ausnahmen (Kinderlähmung mit Lebendimpfstoff und FSME- Frühsommer-Meningoenzephalitis) erfolgen. Tetanus, Röteln, Hepatitis B und Grippeschutzimpfung können ohne das Risiko einer Schubauslösung durchgeführt werden. Andere Impfungen sollten nur bei Bedarf erfolgen. Alle Impfungen werden vorzugsweise in einer stabilen Krankheitsphase ausserhalb eines Schubes durchgeführt. Was ist von alternativen Behandlungsmethoden für Multiple Sklerose zu halten? Es gibt zahlreiche alternative bzw. komplementäre Methoden, die auch bei MS eingesetzt werden. Obwohl in der Regel kein Wirksamkeitsnachweis vorliegt, wie er in der Schulmedizin üblich ist, kann eine begleitende Behandlung mit Methoden der Komplementärmedizin manchen MS-Betroffenen helfen. Soll man bei Multipler Sklerose eine Diät befolgen ? Nach heutigem Kenntnisstand der Medizin gibt es keine Diät, die das Fortschreiten einer MS verhindern oder die Krankheit heilen kann. Es gibt aber Hinweise, dass die Ernährung Einfluss auf die allgemeine Befindlichkeit, auf den Zustand der Blutgefässe und auf das Immunsystem hat. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischem Eiweiss und reich an Gemüsen und Früchten ist für Gesunde wie MS-Betroffene generell zu empfehlen. Eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und Ballaststoffen hilft insbesondere bei mangelnder Bewegung (Rollstuhl-Fahrer), die Verdauung in Schwung zu halten.